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Strategie 9 Min. Lesezeit Aktualisiert 25. April 2026

Pay-per-Lead, Pauschale oder Stundensatz? Welches Akquise-Preismodell wirklich passt

Akquise-Agenturen rechnen sehr unterschiedlich ab: pro Termin, pro Stunde, pauschal oder in Mischmodellen. Jedes Modell hat Konsequenzen für Termin-Qualität, Risikoverteilung und Planbarkeit. Dieser Ratgeber erklärt die gängigen Modelle ehrlich – inklusive der Stolperfallen, über die viele Auftraggeber erst nach 3 Monaten merken, dass das Modell nicht zu ihrem Vertrieb passt.

Modell 1: Pauschale / Monatsbudget

Sie zahlen einen festen Monatsbetrag für ein definiertes Akquise-Volumen. Vorteil: planbar, transparent, fokussiert auf Qualität statt Masse. Nachteil: Sie tragen das Auslastungsrisiko, wenn Wochen mit schlechter Erreichbarkeit dazwischen liegen (z. B. Sommerferien).

Modell 2: Stundensatz

Abrechnung nach geleisteten Akquise-Stunden, typisch 60–110 € netto. Vorteil: maximale Transparenz, gut für kleine oder testweise Projekte. Nachteil: weniger Anreiz für Effizienz, Aufwand schwer im Voraus kalkulierbar.

Modell 3: Pay-per-Lead / Pay-per-Termin

Sie zahlen nur für gelieferte Termine, oft 150–500 € pro qualifiziertem Termin. Klingt fair – ist aber das risikoreichste Modell für Auftraggeber. Der Anreiz der Agentur liegt auf Quantität, nicht auf Qualität. Häufige Folgen: Termine mit der falschen Hierarchie-Ebene, Pseudo-Interesse statt echtem Bedarf, hohe No-Show-Quoten.

Modell 4: Mischmodell (Grundpreis + Erfolgskomponente)

Eine Basisvergütung sichert die Grundauslastung, eine moderate Erfolgskomponente belohnt gute Termin-Qualität (z. B. wenn der Termin in ein Angebot mündet). Häufig die fairste Variante für beide Seiten.

Was Sie vor Vertragsabschluss klären sollten

  1. 1Was genau zählt als „qualifizierter Termin“? (Position, Bedarf, Budget, Zeitrahmen)
  2. 2Wer trägt das Risiko bei No-Shows?
  3. 3Welche Mindestvertragslaufzeit gilt?
  4. 4Welche Daten gehören Ihnen am Vertragsende? (CRM-Export, Wiedervorlagen, Notizen)
  5. 5Wie wird Reporting gestaltet – wöchentlich, monatlich?
  6. 6Gibt es eine Pilotphase mit Ausstiegsoption?

Sie planen ein konkretes Akquise-Projekt?

In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir Zielgruppe, Pitch und realistische Erwartungen — bevor irgendetwas beauftragt wird.

Empfehlung nach Situation

  • Hochpreisiges B2B mit langen Zyklen → Pauschale oder Mischmodell
  • Kurze Tests neuer Zielgruppen → Stundensatz
  • Großvolumige Standard-Akquise → Pauschale mit Mengenstaffel
  • Reines Pay-per-Lead → nur bei sehr klar definierter Termin-Qualität sinnvoll

Häufige Fragen

Mehr zu unseren Leistungen finden Sie auf der Startseite, in der Branchenübersicht oder direkt in unserem Kontaktbereich.

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